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Bericht zur Doppeldemonstration in Hof und Plauen
Veröffentlicht am 16. September 2006
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Bereits am 29. Juli 2006 konnte im Raum Hochfranken der offizielle Startschuss für die von mitteldeutschen Kameraden konzipierte Antikapitalismus-Kampagne gegeben werden. Nachdem man schon am vorausgegangenen Donnerstag und Freitag in den Städten Wunsiedel, Hof und Rehau Tausende von globalisierungskritischen Flugblättern verteilt hatte, war es dann am Sonnabend, dem 16.09.2006, endlich soweit: "Freie Menschen statt freie Märkte" sollte das Motto lauten, unter dem man zunächst im sächsischen Plauen und anschließend im fränkischen Hof auf die Straßen gehen wollte.
Und so trafen sich am Samstagmorgen mehrere Aktivisten vom Widerstand Weiden mit Kameraden aus Wunsiedel und Umfeld in einem Vorort von Hof, um von dort aus mit dem Zug nach Plauen zu fahren. Am Bahnhof von Plauen wurden wir schon von zahlreichen Kameraden erwartet. Nach Beendigung der üblichen Personalienfeststellung wurden wir von den eingesetzten Polizeibeamten zum Sammelplatz geleitet. Der Kamerad Patrick Wieschke verlas nun die für die Versammlung geltenden Auflagen und es wurde vom Pressesprecher des Landesverbandes Bayern, Günter Kursawe, ein Grußwort vorgetragen, woraufhin wir dann auch schon gegen 13 Uhr mit über 200 Kameradinnen und Kameraden den Demonstrationszug beginnen konnten. Mit Liedern gegen den US-amerikanischen Wirtschafts- und Kulturimperialismus, dessen Instrument bekanntlich auch die Globalisierung ist, wurde lautstark durch die Stadt marschiert. "Frei, sozial und national" hieß unser Schlachtruf, der selbst durch die kleinsten Gassen ertönte. Am Straßenrand fanden sich währenddessen viele interessierte Bürger zusammen, die unserem Anliegen trotz medialer Hetze im Voraus durchweg aufgeschlossen gegenüber standen. Am Ort der Zwischenkundgebung angelangt, sprach zunächst Patrick Paul, ein Mitinitiator der Antikapitalismus - Kampagne, zu den Demonstrationsteilnehmern und Bürgern. Dieser wies vor allem auf die mit der Globalisierung einhergehenden weltweiten Gleichschaltungstendenzen im wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Bereich hin. Ziel der "global players" sei es, mit möglichst geringen Produktionskosten einen maximalen Profit zu erzielen - und das natürlich ohne Rücksicht auf die Bedürfnisse der in den jeweiligen Ländern lebenden Menschen. Nationalstaaten stünden dieser Entwicklung mit ihren volkswirtschaftlichen Regulierungsmechanismen jedoch im Wege, weshalb man Grenzen und Staaten am liebsten abschaffen möchte. Den mit viel Applaus bedachten Worten des Kameraden Paul folgte noch ein weiterer Redebeitrag von einem anderen thüringischen Aktivisten. Nach diesem konnte die Demonstration fortgesetzt werden. Beim Rückmarsch in Richtung Bahnhof kam es dann zu einem traurigen Zwischenfall: Ein Kamerad unserer Versammlung wurde im Gesicht von einem faustgroßen Stein getroffen, den ein Linksfaschist aus einem feigen Hinterhalt warf. Ansonsten waren die selbsternannten antifaschistischen Kämpfer in Plauen kaum zu sehen - in der Stadt Hof ergab sich leider wenige Stunden später ein gänzlich anderes Bild... ![]() Ein Blick auf die Spitze des Demonstrationszuges Nur ein kleinerer Teil der Plauener Demonstrationsteilnehmer fuhr mit nach Hof, weshalb man dort - zusammen mit den bereits anwesenden Kameradinnen und Kameraden - auf 150 Personen kam. Wesentlich stärker zeigte sich dagegen der bürgerlich - antifaschistische Protest: Da der Bürgersteig von türkischen Jugendlichen, betrunkenen Punks und anderen Figuren belagert wurde und man uns von dort aus mit Eiern und Flaschen bewarf, zeigte sich die bayerische Polizei einmal wieder mit der Situation völlig überfordert. So blieben die zahlreichen Eierwürfe der jungen Türken, die unseren Demonstrationszug außerdem mit einer solch hohen Anzahl an Kraftausdrücken beleidigten, dass man damit ein ganzes Schimpfwörterbuch füllen hätte können, gänzlich unsanktioniert. Mit der deutschen Sprache haben es unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger mit Migrationshintergrund ja meistens nicht so - wäre denn da ein akzentfrei ausgesprochenes "Hurensohn" nicht schon ein erheblicher Fortschritt für eine gelungene Integration im Sinne der Gutmenschen? ![]() Die Polizei nimmt über 30 Besucher der Gegendemo fest - Wieder mal ein Beweis dafür, dass dieser Personenkreis zu keiner inhaltlichen Diskussion fähig ist. Wie dem auch sei: Der Versammlungsleiter Patrick Wieschke machte in seinen Ausführungen deutlich, dass man den türkischen Gästen, die sich so zahlreich versammelt hatten, eine möglichst baldige "gute Heimreise" wünsche. Einigen der türkischen Gegendemonstranten gefiel die höflich und formal gehaltene Präventivverabschiedung durch den Kameraden Wieschke überhaupt nicht. "Wir kriegen dich du Ratte, ey, wir machen dich so platt, das glaubst du gar nicht!" drohten die türkischstämmigen Mitbürger in gewohnt friedfertiger Manier. Sie fluchten, spuckten und bewiesen, dass der Gammelfleischskandal vermutlich auch nicht vor den Toren der Hofer Döner - Buden halt gemacht hatte! Am Sonnenplatz in Hof angekommen, traten schließlich noch Patrick Wieschke und der Bezirksvorsitzende von Oberfranken, Kai Limmer, als Redner auf. Gegenüber von unserer Kundgebung hatte sich der Gutmenschenmob mit seinem türkischstämmigen Anhang versammelt. Man konnte allerdings erkennen, dass sich unter den ca. 1500 Gegendemonstranten zahlreiche interessierte Bürger befanden, die bei den Reden von Limmer und Wieschke des Öfteren zu klatschen begannen. Nachdem man zum Hofer Hauptbahnhof zurückmarschiert war, wurde die Veranstaltung mit der Ankündigung, demnächst wieder nach Hof zu kommen, für beendet erklärt. Die Doppeldemonstration konnte insgesamt als voller Erfolg bewertet werden. Die Veranstaltung hat bewiesen, daß gewalttätige Ausländerbanden neben den kriminellen Antifahorden mittlerweile eine weitere Hilfstruppe des abgewirtschafteten liberalkapitalistischen Systems ist, daß sich gegen nationale Alternativen mit der Verzweiflung eines Ertrinkenden wehrt. Wir haben mit der Demonstration in Hof, die angesichts der dort vorherrschenden Arbeitslosenquote eine besonders hohe Priorität besaß, in ein Wespennest gestochen. Davon sollten wir uns jedoch nicht beunruhigen lassen: Hof ist und bleibt deutscher Heimatboden und wir werden diese Stadt nicht aufgeben. In den nächsten Monaten wird die Hofer Bevölkerung noch so manches globalisierungskritisches Flugblatt im Briefkasten liegen haben. Das ist keine Warnung, sondern ein Versprechen! |