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Fit gegen (un)rechte Gewalt? - Witzgall Witz des Monats
Veröffentlicht am 28. Januar 2010
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Weiden/Oberpfalz.
Am 28. Januar fand im Pfarrheim St. Josef in Weiden ein Vortrag des selbsternannten Rechtsextremismus-Experten Thomas Witzgall statt. Da dieser gleich zweimal in der lokalen Tageszeitung angekündigt wurde, wollte man sich die Ausführungen des Fachpersonals genauer anhören und begab sich zum Veranstaltungsort.
Als wir den Ort des Geschehens betraten, machte sich sofort der Geruch von Angstschweiß breit. Kein Wunder: Witzgall kannte zumindest einen der anwesenden WW-Aktivisten noch von einer Diskussion im Raum Cham. Dass Witzgall in dieser Diskussion klar den Kürzeren zog, bestätigte damals auch normale Bürger, die dieser Veranstaltung beiwohnten. Schon 15 Minuten vor geplantem Beginn des eigentlichen Vortrags, fanden Krisengespräche zwischen dem Veranstalter und dem Referenten statt. Ebenso hörte man heraus, dass wohl die Staatsmacht bereits angerufen wurde. Der Vorsitzende dieses evangelischen Vereins, sowie der Geschäftsführer versuchten sich danach in der argumentativen Auseinandersetzung mit den WW-Mitgliedern. Leider war weder Tonband noch Kamera greifbar, denn die Argumentation dieses Duos hätte es sicherlich in einige Comedy-Sendungen gepasst. Während dieser Unterhaltung traf auch Onkel Ewald Zenger ein, den man noch von früheren peinlichen Auftritten und Aussagen gut in Erinnerung hatte. Bis auf ein paar Spasti-Sprüche gab es aber leider nicht viel von ihm zu hören. Kurz vor eigentlich geplantem Beginn lies dann der Referent wissen, dass er nicht anfangen würde, eher die national gesinnten Jugendlichen den Raum verlassen haben. Vielleicht hoffte er mit dieser Aussage aber auch darauf, dass im weiteren Verlauf noch mehr Menschen kommen würden, um sich seine Ergüsse anzutun, denn bisher waren neben den Veranstaltern nur 7-8 ältere Menschen, ein Pressevertreter sowie Pappnase Ewald anwesend. Die Platzkapazität war damit erst zu 20% ausgelastet (uns noch mit eingerechnet). Nachdem dann auch dem geschäftsführenden Duo die Pseudo-Argumente ausgingen, sprach man dann das offizielle Hausverbot gegen uns aus. Draußen wurden wir dann von vier Polizeibeamten freundlich in Empfang genommen. Man wird sehen müssen, ob die regionale Presse über diesen Vorfall berichtet, oder ihn lieber als "nie stattgefunden" totschweigt. Der Pressevertreter macht auf alle Fälle ein Foto von uns. Fazit dieses Abends bleibt wie so oft schon die Erkenntnis, dass uns diese Experten in keinster Weise gewachsen sind und den Aufbau weiterer nationaler Strukturen wohl nur bei den letzten verbliebenen Jusos in Weiden verhindern könnten. So "fit" kann sein Vortrag wohl dann doch nicht machen, wenn der Referent selbst keine Mittel mehr hat. Es bleibt bei der Anti-Rechts-Argumentation wohl nur der Vergleich mit diversen Kampfsportarten: Beherrschen, aber bitte niemals einsetzen. |