Lizenzpresse in Aktion - Pressegespräch mit NT
Veröffentlicht am 08. Januar 2007  —  Der Neue Tag
Zurück zur Übersicht
Lizenzpresse
Weiden/Oberpfalz. Wer am vergangenen Freitag die Seite 3 des Neuen Tages aufmerksam studiert hatte, dem wird sicherlich der Artikel "Feindbild Grundgesetz" aufgefallen sein, in welchem es um ein Pressegespräch mit Vertretern unserer Gruppe geht. Wir werden uns in diesem Text die vermeintlich "objektive Darstellung" zur Brust nehmen und die Unwahrheiten aufdecken. Die erste Lüge verbirgt sich bereits im ersten Absatz, denn in der eMail-Absprache mit dem Journalisten Uli Piehler wurde klar vereinbart, dass man zumindest zu Zweit erscheinen werde. Eine weitere Unwahrheit stellt der angebliche "NPD-Aufpasser" dar. Die besagte Person war in Wirklichkeit KEIN Mitglied der NPD und hat sich auch nicht als solches ausgegeben. Natürlich war er auch kein sog. "Aufpasser", denn einen solchen benötigen wir beim besten Willen nicht.

Im nächsten Absatz heißt es:
Ihren Namen wollen die drei unter keinen Umständen in der Zeitung sehen. Ungewöhnlich für Leute, die vorgeben, etwas zu sagen zu haben und angeblich zu ihrer Meinung stehen. Draußen drohten Repressalien und "erhebliche Proteste" im Umfeld, heißt es. Nachgefragt, wie diese erheblichen Proteste zu erklären seien, schreitet sofort der NPD-Mann ein. "Einzelne Aktionen von bestimmten Leuten", korrigiert er, Randerscheinungen. In Wirklichkeit freue sich das deutsche Volk über den "Widerstand von unten".
Man muss sich in diesem Zusammenhang fragen, ob dem Journalisten die Antworten auf seine Fragen wirklich interessierten. Von "erheblichen" Protesten im Umfeld war nie die Rede. Es ging lediglich um die Verhinderung einer weiteren Hetzkampagne am Arbeitsplatz der Aktivisten oder um mögliche Gewalttaten von sogenannten "antifaschistischen Gruppen", daher sollten die Namen nicht genannt werden. Wir wollten in diesem Interview unsere Gedankengänge und Lösungen vermitteln, dazu braucht Uli Piehler keine Personalien.

Die wirklich abgegebenen Antworten auf die Fragen nach der EU-Osterweiterung kann man unter dem Menüpunkt "Aktionen" nachlesen. Die Randbemerkungen über Gänsefüßchen oder die korrekte Bezeichnung der Tschechischen Republik hatten mit dem eigentlichen Thema herzlich wenig zu tun, werden aber hier im mit typisch schweinejournalistischen Methoden als die Kernpunkte unserer Aussage verkauft.

Weiter im Lügendschungel: Von der angeblichen "Bibel der Neonazis" haben wir uns distanziert, da wir mit einigen Thesen dieser Schrift nichts anfangen können und uns auch nicht damit beschäftigen. Uns Dreien war das Buch entweder überhaupt nicht oder nur in Auszügen bekannt.
In diesem Zusammenhang wurde auch erwähnt, dass diese Schrift nicht problemlos auf dem bundesdeutschen Buchmarkt erhältlich ist.

Weiter heißt es:
Eine Frage zur Bibel der Neonazis, zu dem Buch "Der Mythos des 20. Jahrhunderts" von Alfred Rosenberg, bringt die drei ins Schleudern.
Auch diese Formulierung stellt eine dreiste Lüge dar, da wir die Fragen bereits mehrere Tage im Vorfeld erhielten (einsehbar unter "Aktionen") und somit genug Zeit hatten, uns über alle anfallenden Thematiken Gedanken zu machen. Warum wir bei dieser Frage ins Schleudern kommen sollten, bleibt wohl ein Geheimnis des Herrn Piehler.

Die Schreibweise von Uli Piehler versucht mit den Begriffen "einschreiten" und "Aufpasser" eine "Uneinigkeit" auf unserer Seite zu vermitteln, was natürlich nicht der Fall war. Das Menschen nicht immer 100% der gleichen Meinung sind, dürfte sich allerdings auch bis in den Pressebau des Neuen Tages rumgesprochen haben. Ebenso werden die Aktivisten im Presseartikel mit herablassenden Begriffen bezeichnet, z.B. das Wort "Szeneburschen" - Typisch Lizenzpresse eben.

Was der Aufpasser von sich gibt, wird in den Kaderschmieden der NPD gelehrt.
Woher unser Freudenberger Provinzjournalist wissen will, was in sogenannten "Kaderschmieden passiert, wird leider nicht näher erläutert. Wahrscheinlich nennt Herr Piehler BILD-Zeitung und Boulevardmagazine als Hauptquellen.

Eine weitere Lüge stellt folgende Aussage dar:
Ihnen gegenüber gebe es auch die freie Presse, nämlich die Postillen der rechtsextremen Szene.
Der Journalist vergisst hier zu erwähnen, dass wir auch andere Publikationen genannt hatten, z.B. "Die Rote Fahne", welche unserer Meinung nach ebenfalls nicht unter dem Überbegriff Lizenzpresse fällt. Natürlich wird dies der Unvollständigkeit halber lieber nicht erwähnt.

Im Artikel einzig korrekt wiedergegeben wird folgende Aussage:
Das Grundgesetz sei von den Amerikanern nicht nur lizenziert, sondern auch diktiert worden. Ein "Provisorium", das nie die Zustimmung des Volkes erlangt habe.
Jedoch wurde dieses Grundgesetz nicht wie in der Artikelüberschrift als "Feindbild", sondern lediglich (wie auch in der Aussage erkennbar) als Provisorium dargestellt. Die im Grundgesetz dargelegten Gesetze werden aber immer öfter von sogenannten "etablierten" Parteien reihenweise gebrochen. Hier sollte die Frage erlaubt sein, wo die wirklichen "Feinde des Grundgesetzes" sitzen.

Dass die Begriffe "Links" und "Rechts" nur Augenwischerei sind, hatten wir bereits mehrfach auf unserer Seite erwähnt. Die "Volksfront von Rechts" ist ein Medienbegriff und wurde auch als solcher bezeichnet. Natürlich stellt dies kein Problem für Piehler dar, welcher diese Aussage einfach übernimmt und dann in den Zusammenhang mit der vorhergehenden Antwort stellt.

Der Artikel wurde uns natürlich nicht wie per eMail abgesprochen zur Autorisierung vorgelegt, was einen klaren Bruch unserer Abmachungen darstellt.

All diese Vorkommnisse zeigen eines nur zu deutlich:
Der Begriff "Lizenzpresse" ist aktueller denn je!

Wir hoffen dass sich alle Leser die Mühe machen und sich den kompletten Mailwechsel zwischen uns und Uli Piehler mal genau durchlesen, nur so wird die ungeheuerliche Presseschmiererei für jeden deutlich.



Original Artikel aus "Der Neue Tag": Feindbild Grundgesetz
© 2007-2012 Widerstand Weiden - Impressum - Besucher: 218561
Website v2.0 - Letzte Code-Aktualisierung: 14. April 2008